Digitale Medizin: Diese 6 Healthcare-Start-ups zeigen wie’s geht
Durch die Möglichkeiten der digitalen Medizin hat sich das Patientenbild geändert. Der Patient wird zum „CEO seiner Gesundheit“. Healthcare-Start-ups entwickeln Anwendungen für ihn und den betreuenden Arzt.
Mehr als 40 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum nutzen das Internet, wenn sie Fragen rund um ihre Gesundheit haben. Und das ist erst der Anfang, sagen Experten. Internetmedizin ist mobil und global – die Entfernung zwischen Arzt/Therapeut und Patient wird bestimmt durch die Entfernung des Patienten zu seinem Smartphone – und zur Verbindung mit dem Internet. Das Spektrum der Internetmedizin ist breit. Hier einige Beispiele, die die Eigenverantwortung des Patienten stärken und den Arzt mehr als bislang in den Alltag des Patienten einbeziehen.Apps der Start-ups beziehen Arzt und Patient ein

2. Die Begleitung von Schwangeren zur Erkennung und Vermeidung von Risiken, wie zum Beispiel Frühgeburten:„OneLife“ – ein sogenannter Health-Companion (OneLife Health GmbH). Schwangere wählen aus verschiedenen Schwangerschaftssymptomen ihr Befinden aus, sie erhalten medizinische Informationen und Handlungsempfehlungen und die App erstellt einen monatlichen Befundberichts für den Arzt. Fingerabdruck oder ein PIN-Code sorgen für die Datensicherheit.




Internetmedizin nicht mit Fitness-Apps verwechseln
"Bislang lässt unser Gesundheitswesen die Patienten im Alltag im Stich."Dr. Markus Müschenich vom Vorstand des Bundesverbands Internetmedizin bemängelte auf dem DGIM-Kongress 2016 in Mannheim: "Bislang lässt unser Gesundheitswesen die Patienten dort im Stich, wo viele Krankheiten entstehen oder der Großteil der Therapie abläuft: im Alltag." Das Erfolgsgeheimnis der Internetmedizin? Sie gibt Patienten eine neue Sicherheit. Mit dem Smartphone hat jeder Patient seinen virtuellen Leibarzt in der Hosentasche. Damit ist die Internetmedizin die erste wirklich passende Antwort auf die großen Volkskrankheiten – vom Diabetes über KHK bis Depression und Demenz. "Die Internetmedizin verändert die Gesundheitsversorgung in einem Maß, wie es bisher nur die Entdeckung der Röntgenstrahlen, der Antibiotika oder die Analyse des menschlichen Genoms getan haben", sagt er. Sie demokratisiert die Medizin und macht den Patienten zum „CEO seiner Gesundheit“."Der Anspruch ist derselbe, wie an die analoge Medizin.“
Internetmedizin darf nicht verwechselt werden mit Fitness-Apps. "Der Anspruch an die Internetmedizin ist derselbe wie der an die konventionelle/analoge Medizin", sagt Müschenich. Die Zertifizierung nach dem Medizinproduktegesetz sei ebenso selbstverständlich wie die Einhaltung des Datenschutzes und die Durchführung klinischer Studien. Er ist überzeugt: In Zukunft werden 30 Prozent der Medizin im Internet stattfinden. (sk/se)